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"Hinter Glas - Za Głažkom"

Dissen-Striesow, den 30.08.2017

Das Heimatmuseum Dissen/Dešno zeigt anlässlich des 120. Geburtstages von Max Langer die Ausstellung "Hinter Glas - Za Głažkom - Ein Oberlausitzer Maler in der Niederlausitz". Die Eröffnung findet am Sonntag, dem 24. September, 15 Uhr, statt.

 

Der aus einer Oberlausitzer Weberfamilie stammende Max Langer (12. Juli 1897 bis 3. Mai 1985) beschäftigte sich seit 1945 – inspiriert von alten Rahmen – mit der Hinterglasmalerei. “Durch die schöpferische Übernahme dieser alten Volkskunsttechnik gelingen ihm Werke von erstaunlicher Bildhaftigkeit. Seine erlebnissgesättigte Fantasie, sein hintergründiger Humor und sein treffsicheres Gestaltungsvermögen vereinigen sich in dieser Technik zu glücklicher Synthese.” (Prof. Bachmann)

Eigentlich hatte Max Langer, wie seine drei Brüder, bei seinem Vater das Malerhandwerk gelernt. Das 1917 an der Kunstgewerbeakademie in Dresden bei Prof. Paul Rößler aufgenommene Studium musste er wegen der Inflation 1921 aufgeben. Es folgten Jahre der Wanderschaft durch Oberbayern und Mecklenburg. Im Winter 1956/57 arbeitete er an seinem Hauptwerk, dem Zyklus “Ein Lausitzer Weberleben", der aus 35 Blättern in der Gouachetechnik besteht und heute im Dresdner Kupferstichkabinett aufbewahrt wird.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Max Langer 1981 mit dem “Kunstpreis der Oberlausitz” gewürdigt.

Die Ausstellung in Dissen entstand Dank der Initiative seines Sohnes Roland Langer und zeigt Leihgaben des Heimatmuseums Stadt Herrnhut, der Städtischen Museen Zittau, des Deutschen Damast- und Frottiermuseums Großschönau, der Max-Langer-Erben und aus anderem Privatbesitz.

Roland Langer, ehemaliger Lehrer für Kunst und Darstellendes Spiel am Niedersorbischen Gymnasium Cottbus, spricht bei der Eröffnung zu Leben und Werk seines Vaters. Die Eröffnung wird musikalisch umrahmt mit Akkordeonmusik von Gregor Kliem.

Der Eintritt ist frei.

 

Die Ausstellung ist bis zum 26. November zu sehen.