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Abenteuer gesucht, neue Freunde gefunden

Dissen-Striesow, den 18.12.2017

Alles begann, als im Frühjahr 2015 ein Brief in die Dissener Gemeindevertretersitzung flatterte und ziemlich zeitgleich eine Postkarte im Briefkasten des Wehrführers zu finden war. Beide Schreiben waren aus Kanada und sollten uns den Gedanken schmackhaft machen, eine Partnerschaft mit der Gemeinde Clinton im zentralen, südlichen British Columbia zu beginnen. Das war erstmal einfach, denn die Gruppe um die Initiatorin Bernice Weihs-Anderson und ihren Ehemann Graham hatte im Sommer einen Besuch bei der internationalen Folklorelawine in Lübbenau geplant. Also traf man sich in Lübbenau und war sich auch auf Anhieb sympathisch. Nachdem Bernice, selbst aktives Feuerwehrmitglied, mit großer Begeisterung noch an unserer schnell organisierten Montagsausbildung teilnahm, ließ man sich zu der „scherzhaften“ Aussage hinreißen: „Das nächste Mal treffen wir uns bei euch!“

 

Keine zwei Jahre sollten vergehen und aus der „Schnapsidee“ wurde ernst. Schnell waren zwölf Personen gefunden, denn soviel Schlafplätze hatte uns Bernice in ihrem Haus in Aussicht gestellt. Natürlich wollten wir in den 14 Tagen der Reise so viel wie möglich von diesem, für alle unbekannten Land erleben.

So wurde im Vorfeld ein kompletter „Roadtrip“ zusammengestellt, auf dem die für uns wichtigsten Städte, Sehenswürdigkeiten, Nationalparks und Straßen angesteuert werden konnten.

Der Hinflug führte uns von Berlin über Paris nach Vancouver. Dort verbrachten wir drei Nächte und erlebten die ersten Höhepunkte, zu denen ein Stadtrundflug mit einem Wasserflugzeug, der Besuch in einem 4D-Kino, eine Fahrt mit einem Schaufelraddampfer und der Besuch des Stadtparks gehörte. Unsere Gastgeberin Bernice war immer dabei.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg durch malerische Landschaften in die kleine Gemeinde Clinton, welche unsere Partnerschaft in den nächsten sechs Tagen befeuern sollte. Und Clinton überzeugte in sämtlicher Hinsicht. Wir lernten den Bürgermeister kennen, mit dem wir über ganz alltägliche Problem schwatzen konnten, besichtigten mit der Gemeindevertretung das Museum sowie die neu gebaute Trinkwasseraufbereitungsanlage und saßen zusammen beim Mittagessen, bevor wir den Kindern der Grundschule die Annemarie-Polka und das Ostereiermalen beibrachten. Neben der örtlichen Feuerwehr, mit der auch schnell Gemeinsamkeiten entdeckt wurden, lernten wir Dank unser unermüdlichen Gastgeberin auch die Nachbarfeuerwehren im Umkreis von ca. 100 Kilometern kennen. Alle Wehren führten für und mit uns eine praktische Übung/Ausbildung  durch.  Zu guter Letzt gab es noch einen Integrationsabend in Form eines Grillfestes mit allen Beteiligten. Mit diesem Programm haben uns unsere neuen „Partner“ und Freunde wirklich beeindruckt und wir freuen uns schon jetzt darauf, das alles irgendwann einmal zurückgeben zu können. Dann war der Abschied gekommen, und wir gingen mit dem festen Willen auseinander, uns baldmöglichst wiederzusehen.

 

Die weitere Reise führte uns durch unendlich schöne Natur, über menschenleere Straßen und in eine Tierwelt, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Die Rocky Mountains waren unser Ziel und begleiteten uns den restlichen Weg durch die bekanntesten Nationalparks bis nach Calgary, wo wir leider auch schon am Ende unseres Ausflugs angekommen waren.

 

Zusammengefasst war es für die meisten Teilnehmer wohl wie ein Traum, der glücklicherweise auch knapp ein halbes Jahr später noch nicht zu Ende geträumt ist.

 

Die Reiseleitung

 

Fotoserien zu der Meldung


Dissener Feuerwehr in Kanada (18.12.2017)