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Störche und Schleiereulen

Bóśony a wokate sowy

Der Ort Dissen/ Dešno gehört in Brandenburg neben Rühstedt und Linum zu den bekannten Storchendörfern. Kein Wunder, denn hier brüten im Ort selbst jedes Jahr zwischen 8-10 Storchenpaare. Zur Zeit werden über 20 Nistgelegenheiten angeboten. Im April / Mai treffen die Störche auf ihren angestammten Nestern in Dissen ein.

 

Störche 1


Die Nahrung der Störche / Caroba bośonow


Der Weißstorch ist ein Symbol für bedrohte Lebensräume. Nur dort, wo extensive Landwirtschaft mit Wiesen und kleinen Feldern zu finden ist, gibt es Nahrung für den Weißstorch.


Störche jagen zu „Fuß" nur auf frisch gemähten Wiesen, gepflügten Ackerflächen und feuchten Gebieten. Auf den Speiseplan der Störche gehören unter anderem Mäuse, Maulwürfe, Würmer, Schlangen, Fische und Frösche. Ein Altstorch benötigt 700g Nahrung. Mehr als das  Doppelte, also 1600g frisst ein 3-4 Wochen altes Junges. Umgerechnet sind dies 1400 Regenwürmer oder ca. 40 Mäuse. Gelingt es dem Elternpaar nicht, soviel Futter zu finden, dann müssen die schwächeren Nesthäckchen verhungern bzw. werden aus dem Nest geschmissen.

 

Störche 2



Die große Reise nach Afrika / Wjelike drogowanje do Afriki

 

Schon ab Mitte August sammlen sich die Störche für den Zug in ihr Winterquartier. Eine Sammelwiese befindet sich kurz hinter Striesow in Richtung Fehrow. Ende Juli bzw. Anfang August fliegen die Jungstörche und um den 20. August erst die Eltern. Die Route der Dissener Störche sieht folgendermaßen aus:

Bosporus (Türkei), Libanon, Israel entlang des Nildelta nach Süd/ Ostafrika => ca.15.000 km


Zwischen 150-300 km legen die Störche täglich zurück, wobei sie die Thermik nutzen um weite Strecken segeln zu können. Auf zwischenzeitlichen Rastplätzen werden die notwendigen Fettreserven angefressen. Die Rückreise dauert 8-15 Wochen.


In dem liebevoll geführten Heimatmuseum des Dorfes gibt es viele Informationen zu dieser seltenen Tierart, ob in der Ausstellung (von April bis Mitte Oktober zu sehen) oder in einem kleinen Film. Über die Kamera, welche im Kirchturm angebracht ist, kann man das Storchenpaar während der Paarungs- bzw. Brutzeit, Aufzucht der Jungstörche, sowie die ersten Flugversuche der Jungen, beobachten.

 

Störche 3



 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schleiereulen/ Wokata sowy

 

 

 

 

 


Aber nicht nur Störche kann man bei uns bewundern. Im Kirchturm gibt es neben Turmfalken auch die andere seltene Vogelart, die Schleiereulen. Über eine Infrarot- Kamera kann man auch hier jegliches Geschehen genauestens beobachten. Schleiereulen sind ziemlich ortstreu und verharren auch in strengen Wintern mit hoher Schneedecke sehr lange in ihren angestammten Gebieten. Die Schleiereule macht in der Dämmerung und nachts vor allem Jagd auf kleine Säugetiere, wie Mäuse, kleine Kaninchen oder auch Frösche. In guten Mäusejahren kommt es daher häufiger zu zwei Bruten pro Jahr.