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Nachhaltiger Tourismus in der Spreeaue

Dissen-Striesow, den 04. 08. 2021

Wie kann man den Naturraum Spreeaue bestmöglich bewahren und weiterentwickeln? Dieser Frage stellten sich junge Leute aus Sielow, Dissen, Burg (Spreewald) und Fehrow. Ihre ehrenamtliche "Arbeitsgruppe Spreeaue" will nun ein Strukturwandelprojekt auf den Weg bringen.

 

Auf elf Kilometern wurde die Spreeaue zwischen Cottbus-Döbbrick und Fehrow renaturiert - als Ausgleichsmaßnahme für die tagebauliche Inanspruchnahme der Lakomaer Teiche. Die Menschen haben sie als Erholungsgebiet längst angenommen. Doch wie kann man die Landschaft als ökologisch wertvolles Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen für die Zukunft bewahren? Wie kann man die zunehmende touristische Nutzung mit effektivem Naturschutz vereinbaren? Im Oktober 2020 hat sich die Arbeitsgruppe aus sechs jungen Leuten aus der Region gebildet, um gemeinsam ein Konzept zu entwickeln. Auf Einladung des Vereins Naturkundezentrum Spreeaue stellten sie es erstmals vor. Maximilian Hassatzky, Leiter der AG, erläuterte dabei auch, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen: die naturräumliche Grundlagenanalyse und weitere Gestaltung der Naturräume, die Nutzung der Spreeaue  durch nachhaltigen Tourismus, die Bewirtschaftung durch die Landwirtschaft sowie die Umweltbildung.

Erste Projekte haben sie dabei schon im Auge. So könnte man das Dissener Feuchtbiotop wieder erlebbarer machen, vielleicht als "Grüne Klassenzimmer". "Die Spree verbindet viele Seen und Naturräume im Süden Brandenburgs", so Maximilian Hassatzky. Deshalb sehen sie die Spreeaue auch als Bindeglied zum Cottbuser Ostsee und darüberhinaus bis zur Neiße. 

Ihr Konzept "Die Weiterentwicklung des Biotopverbunds Spreeaue zu einem Modellraum für effektiven Ökosystemschutz mit nachhaltiger touristischer Nutzung (VAuna)" haben sie für das Förderprogramm "KOMONA" des Bundesumweltministeriums angemeldet. Dieses unterstützt kommunale Modellvorhaben in den Strukturwandelregionen bei der Verwirklichung ökologischer Nachhaltigkeitsziele. Zur Koordinierung und Umsetzung des Konzeptes soll u. a. ein Nachhaltigkeitsmanager eingestellt werden. In dem zweistufigen Projektverfahren hat das Konzept die erste Stufe bereits erfolgreich gemeistert. Antragsberechtigt sind allerdings nur Kommunen, weshalb die Gemeinde Dissen-Striesow als Antragssteller fungiert und die Eigenmittel zur Verfügung stellt. Ziel ist es jedoch, die Anliegerkommunen ins Boot zu holen, so Bürgermeister Fred Kaiser. Die ehrenamtliche Arbeitsgruppe wird ihr Projekt auf jeden Fall weiter begleiten.

 

 

Bild zur Meldung: (v. l.): Christian Domann aus Fehrow, Maximilian Hassatzky aus Dissen, Caroline Semisch aus Sielow, Matthias Koal (Fehrow), Alexander Wach aus Burg (Spreewald) sowie (nicht im Bild) Marie-Christin Pannwitz engagieren sich für die Spreeaue. Foto: K. Möbes

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