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Sehenswertes

Der Glockenturm ist das Wahrzeichen von Striesow

Wenn man durch Striesow fährt, fällt der hölzerne Glockenstuhl mit Glocke ins Auge. Mit der Eiche und dem Kriegerdenkmal bildet er den Dorfmittelpunkt und ist zum Wahrzeichen von Striesow geworden.

1885 wurde der Glockenstuhl mit Glocke in Drachhausen für 505 Mark ersteigert. Die Glocke hat 385 Kilo gewogen und wurde 1853 in Kleinwelka bei Bautzen gegossen. Striesower Zimmermannsleute rekonstruierten den Glockenstuhl und stellten ihn auf. Zum Palmsonntag am 18. April 1886 wurde die Glocke eingeweiht.

Glockenturm

Fortan läutete die Glocke bei Beisetzungen, bei Gefahren wie Feuer und Hochwasser oder zur Kirche und zur Schule. Sie wurde manuell betrieben.

Da sich der Klang der Glocke durch einen Riss immer mehr verschlechterte, wurde bei der Firma Schilling und Söhne in Apolda eine neue Glocke in Auftrag gegeben. Mit Girlanden geschmückt wurde die neue Glocke von der Freiwilligen Feuerwehr Striesow vom Cottbuser Bahnhof abgeholt und 1938 in Betrieb genommen. Sie trägt die Inschrift "Menschen kommen und gehen, Gott bleibt bestehen".

Die Striesower zwonica (Glockenturm) wurde 2007 umfangreich rekonstruiert, für 17.000 Euro. Sie funktioniert jetzt elektrisch. 

Nach wie vor wird die Glocke auf Wunsch der Hinterbliebenen bei Beisetzungen geläutet. Dank des elektrischen Antriebes ertönt sie auch täglich um 18 Uhr und zur Kirche an Sonn- und Feiertagen sowie zum Jahreswechsel.

Eine schöne Tradition ist das Adventsingen unter der Glocke mit den Sangesfreunden Striesow und dem Traditionsverein. 

2012 fand an der Glocke erstmalig wieder ein Gottesdienst unter freiem Himmel mit Pastorin Katharina Köhler statt.

Kriegerdenkmal in Striesow

Das Kriegerdenkmal wurde am 29. Mai 1910 anlässlich des 25. Jahrestages des Kriegervereines Striesow enthüllt. Gefertigt wurde das Denkmal aus Oberlausitzer Granit vom Bildhauer R. Jentsch aus Cottbus zum Preis von 790 Mark.

Zum Gedenken an die "gefallenen Helden" des I. Weltkrieges enthüllte  der Kriegerverein Striesow 1921 eine weitere Gedenktafel. Eine weitere Tafel erinnert an die Gefallenen des II. Weltkrieges.

Oben auf dem Denkmal sitzt ein Adler aus Stahl, der Wache haltend zur Westgrenze ausgerichtet ist. Nach dem Krieg war der Adler verschwunden und wurde erst nach der Wende wieder ersetzt. 

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