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Evangelische Kirchengemeinde Dissen

Vorschaubild

Pfarrerin K.Köhler

Hauptstr. 27
03096 Dissen-Striesow OT Dissen

Telefon (035606) 257

E-Mail E-Mail:
Homepage: https://www.youtube.com/watch?v=0AMqtxgvBPY&feature=youtu.be Kirchenführung durch die Evangelische Kirche in Dissen
Homepage: https://www.evkirchenkreis-cottbus.de/gemeinden/region-spreewald/dissen-ps

Ewangelska wósada

 

ALLES UNTER VORBEHALT!

Liebe Gemeinde, zur Zeit ist es so, dass wir planen, aber nicht wissen, ob und wie wir dann auch zusammen sein können. Ich werde versuchen, die neuesten Informationen in die Schaukästen auszuhängen und auf die Homepage zu stellen. Bitte schauen Sie immer wieder hinein!

Informationen und unser Gemeindeblatt finden Sie im Netz unter:

http://www.evkirchenkreis-cottbus.de/gemeinden/region-spreewald/dissen-ps

 

Die Kirchengemeinde Dissen - Striesow

Um 1300 wird in Dissen die erste Kirche errichtet und mit einer Priesterstelle besetzt, welche zum Bistum Meißen gehört. Seit 1502 gehören die Dörfer Sielow, Striesow zum Kirchspiel Dissen. Prediger Georg Blasius wird 1570 erster evangelischer Pfarrer. Ein Kirchenrechnungsbuch wird 1642 angelegt und ist das älteste bewahrte Schriftstück in Dissen.

 

Die Dorfkirche

1772 entsteht nach einem großen Dorfbrand der heutige Kirchenbau. Diese reizvolle Fachwerkkirche hat viele Besonderheiten. Die Decke ist mit Hunderten verschiedenen Pflanzen, aber auch Tieren und kirchlichen bzw. weltlichen Symbolen verziert. Die Emporen sind mit Bildern aus der Lebensgeschichte Jesu und zweisprachigen Bibelversen (deutsch und wendisch/sorbisch) geschmückt. Als dritte Besonderheit ist der sogenannte Kanzelaltar zu nennen.

 

Wichtige Dissener Kirchenpersönlichkeiten

Zeitdokumente erinnern an Dissener Persönlichkeiten, so an das Leben und Wirken des wendisch/sorbischen Pfarrers und Philologen Gotthold Schwela (Bogumi³ Šwjela, 1873-1948), welcher 1912 in Hoyerswerda die Domowina als Bund sorbischer Vereine mitbegründete. Ihm ist ein Denkmal gegenüber der Kirche gewidmet (Errichtung Oktober 1969). Von 1913-1942 war Schwela wendischer Pfarrer in Dissen. Es ist seiner Entscheidung zu verdanken, dass bei der Restaurierung der Dissener Kirche 1936/37 die wendisch/sorbischen Sprüche angebracht wurden. Eine Anekdote vom April 1945 berichtet, dass die einmaschierenden Soldaten der Roten Armee die Kirche aufgrund der slawischsprachigen Verse vor der Vernichtung bewahrten.

Ein anderer bedeutender Pfarrer war Christian (Kito) Pank. Er war neben seiner Arbeit als Pfarrer (von 1852-1886) auch Redakteur der ersten niedersorbischen Zeitung, dem „Bramborski Serbski Casnik". Außerdem ist er Mitbegründer der Maœica Serbska. Anlässlich seines 200. Geburtstages im Oktober 2008 wurde sein Denkmal eingeweiht, welches man gegenüber dem Schwela´schen Denkmal aufgestellt hat.

 

Im Jahre 1990 wird Herr Dieter Schütt Pfarrer in Dissen. Nach 11 Jahren geht er in den Ruhestand. Sein Sohn Herr Hans-Christoph Schütt übernimmt das Amt für die Gemeinde Dissen/ Striesow.

Seit 01.03.2011 ist Pfarrerin K.Köhler im Amt.

 

 

Gemeindekirchenrat Dissen-Striesow 2019 bis 2025

Vorsitzende GKR

 

Pfarrerin K. Köhler

Hauptstr. 27

Tel.: (035606) 257

Stellvertretener Vorsitzender

G. Jahn

Kreissynodale 

 

G. Korrenz

Stellvertretende Kreissynodale I. Mucha

Wirtschafterin

G. Korrenz

Stellvertretende Wirtschafterin

 

D. Schmerl

Barkasse C. Zachow

 

 

Kirchenratsmitglied 

M. Klammer

Kirchenratsmitglied 

K. Pannwitz

Kirchenratsmitglied 

H. Kullick

Kirchenratsmitglied

J. Melnikoff

 

 

 


Aktuelle Meldungen

500 neue Bibeln für wendische Christen

(02. 03. 2021)

Auf Initiative des Vereins zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche kann nach über 150 Jahren den wendischen Christen eine neue gedruckte Bibeln in ihrer Sprache zur Verfügung gestellt werden.

 

Eine vollständige, wendische Bibelausgabe wurde auf privater Initiative zum ersten und letzten Mal 1868 veröffentlicht. Es war der Verdienst einzelner wendischer Pfarrer, die in den damals noch zu 100 Prozent wendischen Dörfern wirkten, die den Menschen die Heilige Schrift in ihrer Muttersprache zugänglich machten.

In den Jahrzehnten danach gab es zahlreiche Gründe, die die Publikation wendischer Bücher generell verhinderten. Die Wiedervereinigung bot endlich günstigere Bedingungen. Doch die Verluste waren so groß, dass selbst Wenden kaum Chancen in einer Wiederbelebung ihrer Sprache sahen. So sprach sich die sorbische Wissenschaftlerorganisation Maśica Serbska noch Ende der 1990er Jahre gegen eine Neuauflage der wendischen Bibel aus.

In der Kirchengemeinde Dissen hat es zuletzt nur noch fünf Exemplare der Bibel von 1868 gegeben. Deshalb habe man in den vergangenen Jahren Kopien der jeweiligen Bibeltexte im Gottesdienst verteilt. Schon seit 2017 gibt es eine wendische Bibel in digitaler Form. Diese ist nach mehrjähriger Forschungsarbeit durch das Sorbische Institut Cottbus und den Verein zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche veröffentlicht worden.

Die jetzt neugedruckte Bibel sei sprachlich nicht überarbeitet worden, obwohl sich die wendische Sprache in den vergangenen 150 Jahren weiterentwickelt habe, so Dr. Hartmut S. Leipner. Grund dafür sei, dass nicht abzuschätzen sei, ob genügend personelle und zeitliche Ressourcen zur Verfügung stehen, um eine solche Neuausgabe der wendischen Bibel zu bewältigen. Deshalb erschien es dem Verein als guter Zwischenschritt, zunächst die alte Ausgabe wieder zugänglich zu machen.

Den Großteil der Druckkosten haben das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Kirchensprengel Görlitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) übernommen.

Laut der Dissener Pfarrerin Katharina Köhler will man die Bibeln nun an wendische Christen in der Region verteilen. Es gibt sie gegen eine Spende für den Förderverein zur Förderung der wendischen Sprache in der Dissener Kirche.

 

(Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA und Redakteur Thomas Richter)

Foto zur Meldung: 500 neue Bibeln für wendische Christen
Foto: Dr. Hartmut S. Leipner (rechts) übergibt Pfarrerin Katharina Köhler ein Exemplar der neugedruckten Bibel. (Foto: Meschkank)

Ideen für die wendische Heimat ausgezeichnet

(21. 10. 2020)

Mit einer neuen Veranstaltungsidee hat das Heimatmuseum Dissen beim Ideenwettbewerb "Kulturelle Heimat Lausitz" gewonnen.

Insgesamt erhalten 24 Projekte aus dem Süden des Landes insgesamt rund 1 Million Euro aus dem Sofortmaßnahmenprogramm des Bundes zur Strukturstärkung in den Braunkohlegebieten. Die ausgewählten Vorhaben sollen dazu beitragen, die regionale Identität und die Attraktivität des Kulturangebotes in der Lausitz zu stärken sowie den Kulturtourismus, die kulturelle Bildung und das bürgerschaftliche Engagement weiter zu entwickeln.

 

Märchenfestival

Das Heimatmuseum möchte am ersten Juli-Wochenende 2021 erstmals ein Märchenfestival im deutsch-slawischen Kontext veranstalten und erhält dafür einen Zuschuss von ca. 9000 Euro. Märchen/bajki werden im Heimatmuseum oft erzählt. Bernd Pittkunings entführte schon an vielen Nachmittagen Klein und Groß in fantasievolle Welten. Nun möchte das Museum diesen regionalen Märchenschatz noch viel mehr Menschen nahebringen. Am 3. und 4. Juli werden sich Märchenerzähler, Puppenspieler und Liedermacher treffen, um sorbische und slawische Märchen unter freiem Himmel in deutscher sowie sorbischer Sprache zu erzählen, vorzutragen und zu spielen. Bastelangebote, Malwettbewerbe oder Ausstellungen zum Thema, historische Kinderspiele sind weitere Angebote, die das Festival umrahmen.

 

"Dissener singen für Dissener"

Mit dem Projekt "Dissener singen für Dissener" waren der Förderverein des Heimatmuseums Dissen e.V. und die Kirchengemeinde Dissen beim Landes-Wettbewerb "serbski pśichod: Łužyca – sorbische/wendische Zukunft: Lausitz" erfolgreich. Unter dem Motto "Freude am Singen/Wjasele pśi spiwanju" lassen die Dissener Frauen seit einiger Zeit das Ostersingen wieder aufleben. Von Januar bis Ostern treffen sie sich, um gemeinsam wendische und deutsche Volkslieder, Schlager und Kirchenchoräle zu singen. Am Palmsonntag erklingen dann nach altem Brauch die Passionslieder.

In der Kategorie "Pflege und Wiederbelebung von Kultur und Handwerk der Sorben/Wenden sowie die Pflege der sorbischen/wendischen Bräuche" belegten die Dissenerinnen nun den 1. Platz und erhalten 5.000 Euro. Mit diesem Geld sollen die erhabenen schwarzen Kirchgangstrachten vervollständigt und u. a. schwarze Hauben angefertigt werden.

 

Foto zur Meldung: Ideen für die wendische Heimat ausgezeichnet
Foto: Ein Bild von 2019: Die Dissenerinnen, zum Teil in der schönen schwarzen Kirchgangstracht gekleidet, beim Singen am Palmsonntag. (Foto: Köhler)


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