Schaltfläche fuer normale Schrift Schaltfläche fuer große Schrift Schaltfläche für Sehr große Schrift
 
 

 

"Stary Lud - Das alte Volk"

Ausflug ins slawische Mittelalter

 

 

One shouldn't let a good tradition die, says an old proverb. Therefore in 2016 there will be another Festival of the Slavic Middle Ages in Dissen.
Just as last year, there will be a lot of excitement and things to see in Dissen's Slavic settlement Stary Lud. As always, the focus will be on practical conveyance of historical knowledge for all ages.
Shalms sound on the area just behind the Heimatmuseum Dissen and the hammering of blacksmith and mason ring with the rhythm. Once the visitor has gotten through the heavy oaken gate, the time travel is almost complete and the region's living history is within one's grasp. Foreign scents from bubbling kettles reach the guests' noses and entice them to ask the historically accurately clothed inhabitants about their menu.
Some kettles actually don't contain any food but colourful woollen yarns, wating to be dried on the clothesline. Shortly after one can see how these yarns are used to embellish clothes or how socks are made with techniques older than knitting or crocheting.
in front of a spacious linen tent sits the shoemaker and sews the leather with great skill, while through the laughter one can hear the sound of the hissing bellows. They're blown in a steady rhythm to fuel the embers in the beadmaker's oven. These craftsmen can form beautiful trinkets in red, blue, yellow and green, threaded to necklaces worn by men and women alike.
Meanwhile in the background. some deer gets cut up and is divided among the villagers. There the visitor can be assured how much of a „recycling pro“ each and every one of our ancestors was – only hooves and gristle get thrown into the garbage pit. They are joined by a few broken pieces of pottery, just as it happened a thousand years ago.
In the meantime the warriors mount themselves with helmets and swords to capture one of the two bridges behind the pit-houses.
From the Arabic travelling merchant to the rugged Viking
Many enthusiasts from all over Germany and beyond come to live in the pit-houses and tents of the settlement for a few days. International reenactors from the Netherlands, Kaliningrad, Denmark, the Czech Republic and Poland meet up in Dissen as ambassadors of their culture. In the past year guests from seven nations came to show the practical aspects of history to the visitors.
Together with many friends, both new and long-term, who devote themselves to the Slavs and their neighbors – Franks, Ottonians, Frisians and Vikings, as well as a much-travelled merchant from „Arabia“ – we will give an understanding of the peoples' life over 1000 years ago.
An event for eyes and ears, heart and hand
The musicians of „Eygenart“ from the area of the Slavic Ukranes in Mecklenburg-Vorpommern will cater to our acoustic needs. They will be supported by the Upper Sorbian singing group „Pzèspoli“ who will fill the air with Sorbian traditionals with their strong voices.
At the garb shows the visitor can see what lies beneath a warrior'chain mail and a lady's veil.
There will be hands-on acitvities as well: On both days our younger visitors can make their own beads from clay and truck them for readily fired ones. By the way they learn a lot about barter trade. On some hours during saturday, they can build their own flutes from willow branches in the grove of the gods before the palisade.
Children can also participate in an „Exploration Rally“ through the settlement. Those who find the answers to all of the questions can take part in a raffle. The infamous „Quiz of Grains“ at the millstone will take place again, too. While the adults ponder over it, the children can bake some tasty flat bread. While the most brave among them pick up a sword to compete with the warriors, the others watch the puppeteer who can be found either on the stage in front of the palisade or wandering through the village, accompanied by his pannier and fanciful figures.
The adults can strengthen themselves for the next activity before the gates, where the members of Domowina offer delicious cake and others supply more hearty food and drinks.
Just one request there is: „We would ask the visitors to not wear their own costumes or garbs, unless it is agreed upon with the festival coordinators.“
Opening hours are 11 AM – 6 PM on Saturday, the 28th of May and 
11 AM – 5 PM on Sunday, the 29th of May.

 

 

 

Sieldung Stary lud.JPG

            (Foto Gerd Rattei)

Stary Lud- eine Begegnung mit dem alten Volk

In der  kleinen Ansiedlung, die zum Heimatmuseum Dissen gehört, begibt man sich mitten in das Leben des slawischen Mittelalters. Dieses geht Jahrhunderte zurück, als Slawen das heutige Gebiet Brandenburgs besiedelten und in der Lausitz die Stämme der Lusitzer und Milzener beheimatet waren. Dieser Siedlungsausschnitt wurde nach Interpretationen von Funden und Befunden sowohl regional, als auch überregional rekonstruiert und entführt die Besucher in die Welt des slawischen Mittelalters.

 

Eine kleine Ansiedlung mit 5 Grubenhäusern, die den Eindruck erweckt, dass ihre Bewohner gerade auf dem Feld unterwegs sind-  bei der Weberin ist der Webstuhl eingespannt, gefärbte Wolle und Kleidung hängt zum Trockenen  auf der Leine, bei der Töpferin steht ein halbfertiger Topf auf der Töpferbank, in dem heiligen Hain sind kleine Opfergaben niedergelegt und beim Schmied raucht noch die Feuerstelle.  Die Zeiten sind friedlich, die Waffen und das Kettenhemd sind weggeräumt im Haus des Kriegers zu finden. In allen Grubenhäusern sieht man, was für eine Familie vor ca. 1000 Jahren zum Leben wichtig war. Eine eindruckvolle Kulisse für ein doch sehr wissenschaftlich geprägtes Projekt.

 

 

 

Veranstaltungsrückblick:

 

Zum Abschluss der Ernte trafen sich verschiedene Händler, Handwerker und kleine Gruppen von gut gerüsteten Kriegern im Siedlungskomplex Stary Lud. Die Bewohner und Zugereisten tauschten Waren und ihre Produkte miteinander und berichteten von Neuigkeiten aus der Ferne. Die Kämpfer traten auf schmaler Eichenholzebohle zu Ehren der Götter gegeneinander an, um den besten Krieger unter sich zu finden. Im heiligen Hain wurden Opfergaben niedergelegt, Glasperlen, Korn, Blumen und vieles mehr und die Anwesenden stießen gemeinsam kräftig mit Met und Bier auf die ertragreiche Ernte an.

Denn sie alle wussten bald beginnt die dunkle Zeit im Jahreslauf. Vom nahegelegenen Ringwall näherten sich Krieger um die Abgaben an die Herrschaft einzutreiben, ... so dachten die Bewohner, doch sie irrten.

Die sich annähernden Krieger hatten anderes im Sinn. Sie waren gekommen um die Ernte Eingebracht für den Winter vom alten Volk zu plündern. Schnell wurden die Tore der Siedlung verschlossen. Unter Pfeilbeschuss versuchten die Angreifer das Hindernis zu zerstören und in die Siedlung zu gelangen um ihr grausames Handwerk zu vollführen, es gelang. Auch die, die sich tapfer, nach dem das Tor zerstört am Boden lag, den Angreifern entgegenstellten wurden niedergemacht...

Das letzte Aufgebot des Dorfes und deren Unterstützer sammelten sich nun an einem strategisch günstigen Engpass in der Siedlung.

Eine Brücke sollte der Entscheidungsort sein. Hier endlich gelang es die Angreifer zu stellen. Mit Schild, Schwert, Speer und Axt begann nun das wilde Streiten. Hier war das Glück und der Schutz der Götter bei den Dorfbewohnern. Hier gelang es ihnen, unter großen Verlusten die Brücke zu verteidigen und die marodierende Horde zurückzuschlagen...

 

Dank noch mal an alle Beteiligten.

Wer diesen Aktionstag verpasst hat, findet Bilder auf unseren Facebook-profil.

 

 

 

 

Wir entführen die Besucher vom slawischen Mittelalterfest bis Mitte Oktober in die Welt der alten Slawen. Hier kann man unsere Geschichte mit allen Sinnen begreifen. Bei angemeldeten Projekttagen und bei besonderen Wochenenden können die Besucher selbst alte Handwerkstechniken ausprobieren oder geübten Handwerkern über die Schulter schauen.

 

Heimatmuseum Dissen

Freilichtkomplex Stary lud

Hauptstr. 32

03096 Dissen- Striesow

Tel.: 035606/256

 

auf google-maps finden sie uns unter folgendem link:

https://www.google.de/maps/place/Heimatmuseum+Dissen/@51.826442,14.290901

,465m/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1!1s0x470875549a036435:0x1ec9b613e195ebd8

 

Unsere ganauen GPS-Koordinaten sind:

Breitengrad: 51.827270027341804 
Längengrad: 14.291086826995752 

 

Öffnungszeiten:

Vom 15. Mai bis 15. Oktober gelten im Siedlungsausschnitt folgende Öffnungszeiten :

 

Di, Mi, Do    09.00 bis 16.00 Uhr

Fr und Sa    11.00 bis 15.00 Uhr

Sa                 11.00 bis 15.00 Uhr

So                 13.00 bis 17.00 Uhr

oder jeder Zeit nach Absprache.

 

Achten Sie auch auf Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

 

 

Aktuelles finden sie auch unter : https://www.facebook.com/stary.lud .

 

 

 

 

 

aktuelles auf : https://www.facebook.com/stary.lud

 

Hier ein kleines Blitzlicht von unserem Beitrag zum 30. Geburtstag des Heimatmuseums. Vielleicht finden sich in den nächsten Tagen noch andere Bilder bei uns ein.

Töpf1 

 Unsere Töpferin bei der Arbeit...(Foto C. Weber)

 

103_0280töpf3.JPG

 ...(Foto C. Weber)

103_0271 perlen.JPG

Ein Ausschnitt der Ergebnisse unserer Perlenproduktion am Museumsgeburtstag...(Foto C. Weber)

 

Bronze- und Zinnguss in „Stary lud“ in Dissen

Am Sonnabend und Sonntag, dem 21. und 22. Juni, fand eine thematische „Begegnung mit dem alten Volk – Stary lud“ statt. Es wurde gezeigt, wie im slawischen Mittelalter kleine Schmuckstücke und Zierrat im Bronze- bzw. Zinnguss hergestellt wurden. Hier einiege Bilder aus der Vorbereitung.

 

Hier schon mal ein Teil der am Wochenende entstandenen Bilder:

 

 

 

 

 


Dissen-Striesow. In der Mitte der slawischen Ansiedlung „Stary lud“ brennt das Holzkohlenfeuer. Der Handwerker am Blasebalg erhöht durch entsprechende Luftzufuhr die Temperatur im Gussofen bis die Bronze zu schmelzen beginnt. Diese flüssige Masse wird in kleinen Formen gegossen, wo sie erkaltet. 
Jeder Interessierte kann an diesem Wochenende erfahren, wie im Bronzegussverfahren kleine Schmuckestücke und anderer Zierrat entstehen und dabei den Handwerkern über die Schulter schauen. 
Nach archäologischen Fundstücken wurden entsprechende Gussformen gefertigt, in denen Schmuckstücke oder auch Waffen, wie z. B. ostslawische Peitschenkolben, kunstvoll gefertigt werden. Demonstriert werden das Herstellen der Modelle und Formen sowie das Gießen in der offenen und verlorenen Form. 
Das Heimatmuseum bietet damit die Möglichkeit, slawische Geschichte mit allen Sinnen begreifen zu können. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.facebook.com/stary.lud/media_set?set=a.1503646113199527.1073741840.100006624574017&type=1

 

 

Hier haben wir noch Bilder vom Teerschwelerwochenende… genauer von einem Versuch des sog. Doppeltopfverfahrens.

Ein etwas ausführlicher Text zum Thema ist gerade in Arbeit und wird die nächsten Tage folgen.

 

doppeltopf mit - mit lutum sapientiae1.JPG

Der Doppeltopf in vorbereiteter Feuerstelle mit Lutum Sapientiae (einer Schutzhülle aus gemagerten Lehm) im Obertopf befindet sich das Reaktionsmaterial(Birkenrinde).Die durch einen Schwelbrand im innreren entstehenden Gase sollten sich im Untertopf als Birkenpech niederschlegen.

 

do 02 doppeltopf mit - heu.JPG

 Die erste Strohschicht zum Feuer legen...

do4.JPG

Heu, Birkenrinde, Kleinholz und Feuer :) ...

do6.JPG

Mehr Feuer für den Obertopf.

do8.JPG

...

do9.JPG

 

do gefäße in glut.JPG

 ...

do feuer am abend runtergebrann..JPG

Das Feuer geht langsam AUS!

do näxter morgen.JPG

Der nächste Morgen....

do lutum sapientiae nach brand in grube.JPG

...etwas freigelegt....

do lutum sapientiae nach brand noch komplett.JPG

...geborgener Doppeltopg in unbeschädigter "Schutzummantelung"...

do mit ergebnis und rest.JPG

...das Birkenpech im Untertopf...mir der Verschwelten Rinde...

do mit ergebnis.JPG

 ...das Ergebniss etwas näher...

do teer in der hand.JPG

...Birkenpech auf Leinen :) ...

do brandpfeile.JPG

...sehr gute Brandeigenschaften, seht euch vor...wir haben gutes Material für Brandpfeile ;)

 

 

Im Rückblick auf unser slawisches Mittelalterfest und gleichzeitigem

Eröffnungswochenende können wir recht zufrieden sein. Trotz mäßigem Wetter, kann sich die Zahl von 1400 Gästen, die sich auf unserem neuen Gelände in eine vergangene Zeit zurückversetzen ließen, ruhig sehn lassen.

Auch bei Wind und Regen konnten unsere Gäste den gutgelaunten Handwerker_Innen viele Fragen stellen.

 

Hier die eine oder andere Impression von unserem Fest sowie den letzten Wochen Museumsarbeit.

 

DSCN5896.JPG

"Stary lud - Mit einem Schritt in unsere Vergangenheit" (Foto: P.-K.Kusch)

 

Claudia am WEbstuhl.JPG

Weben am Gewichtswebstuhl. (Foto: Gerd Rattei)

 

100_0055.JPG

(Foto: P.-K.Kusch)

 

Steinmetz.JPG

 Ein Steinmetz zu Gast im Siedlungsausschnitt (Foto Gerd Rattei)

 

100_0096.JPG

Am Abend kehrt Ruhe ein. (Foto: P.-K.Kusch)

 

 

100_0006.JPG

 Das erste Feuer im neuen Haus! (Foto: P.-K.Kusch)

 

102_4973.JPG

 

 

Einige Bilder des letzten Aktionswochenendes zum Thema Pflanzenfärbung.

 

Die Gäste konnten an diesem Wochenende zuschauen wie in Keramikrepliken wollweiße Fäden, mit verschiedenen Pflanzenteilen gefärbt wurden.

Hierbei reichte die Farbpalette von mehreren Gelb- und Grüntönen über Blaugrau bis hin zu einem beeindruckenden Schwarzbraun.

 

102_4979.JPG

(Foto C. Weber)

102_4978.JPG

(Foto C. Weber)

102_4981.JPG

(Foto C. Weber)

102_4984.JPG

(Foto C. Weber)

102_4988.JPG

(Foto C. Weber)

102_4986.JPG

Kann sich sehen lassen: Das Ergebnis von Tag zwei.

 

 

 

DSCN5898.JPG

Stary lud, unser weg in die Geschichte! (Foto P.-K.Kusch)

 

 

 

 

Schulprojekt

 

Dieses Schulprojekt ist eine Zeitreise in das slawische Mittelalter. Es richtet sich in der Hauptsache an die 5./6. Klasse. Auf dieser Zeitreise können die Kinder Geschichte im wahrsten Sinne wirklich begreifen. Sie sehen wie sich das Leben in einer Siedlung gestaltet haben könnte.

 

Bild3.jpg

 

Die Schüler erleben eine gemeinsame Einführung in die Siedlungsgeschichte der Westslawen und eine Vorführung der Bekleidung der damaligen Zeit.
Dann arbeiten die Kinder in 2-3 der vorher ausgewählten Projektangebote
(die Einzelprojekte werden bei der Anmeldung mit dem Museum abgestimmt):

 

  1. Feuermachen  (und nach gesonderter Absprache eine Einführung in das Schmiedehandwerk)
  2. Küche und Ernährung
  3. Vom Schaf zur Kleidung mit Herstellung eines gewebten Freundschaftsbandes
  4. Tonperlen gestalten
  5. Aufgaben eines Kriegers

100_0030.JPG

 

 

Anschließend essen die Kinder gemeinsam eine deftige historische Mahlzeit sowie Fladen mit Kräuterquark, Honig oder Pflaumenmus.

Die Zeitreise dauert ca. 4 Unterrichtsstunden. Da alles im Freien stattfindet, sollten die Schüler entsprechende Kleidung tragen (bei Dauerregen sind Notvarianten eingeplant).

Es ist wichtig Lebensmittelunverträglichkeiten, Vegetarier oder religiöse Essgewohnheiten im vorab mitzuteilen.

 

Bild5.jpg

 

Geburtstag im frühen Mittelalter:

 

Lust auf eine Zeitreise zu deinem, oder dem Geburtstag eines deiner Lieben????

Auch das ist bei uns möglich!

Einfach im Museum anrufen oder vorbeikommen und die Details absprechen...

 

Anmeldung unter:

Heimatmuseum Dissen

Domowniski muzej Dešno

Ansprechpartner Frau Zenker

Hauptstr.32, 03096 Dissen

Tel.: 035606/256, Fax 237

 

  

Normale Öffnungszeiten unseres Siedlungsausschnittes:

 

Öffnungszeiten:

 Vom 15. Mai bis 15. Oktober gelten im Siedlungsausschnitt folgende Öffnungszeiten :

 

Di, Mi, Do    09.00 bis 16.00 Uhr

Fr und Sa    11.00 bis 15.00 Uhr

Sa                 11.00 bis 15.00 Uhr

So                 13.00 bis 17.00 Uhr

oder jeder Zeit nach Absprache.

 

Achten Sie auch auf Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

 

 

 

ACHTUNG:

 

Saisonstart ist für uns der 14./15. Mai 2016!!!