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Heimatmuseum Dissen

Vorschaubild

Domowniski muzej Dešno

 

Im Heimatmuseum neben der Kirche findet man eine Ausstellung zur Lebensweise der sorbisch/wendischen Bauern. Die Ausstellung zeichnet Bilder vom Bauernhof, der harten Arbeit auf dem Feld, dem einstigen Leben der Kinder, aber auch von Festen, Feiern und den vielen lebendigen Bräuchen. Besonderer Anziehungspunkt sind die 20 gezeigten Varianten der niedersorbischen Tracht. Spinnstubengeschichten, Sagen und Märchen des Spreewaldes geben Einblicke in die Mystik.

 

Ungefähr 7 km von Cottbus und 14 km von Burg im Spreewald entfernt, findet man unser niedersorbisches Heimatmuseum. Das ganze Museum kann man im wahrsten Sinne „begreifen", also viele Ausstellungsstücke auch mal anfassen. Bei vielen Veranstaltungen des Museums können Kinder als auch Erwachsene selbst aktiv werden. So zum Beispiel beim Verzieren sorbischer Ostereier, bei Märchen- und Bastelnachmittagen oder bei den Storchenführungen. Wer Glück hat (oder wer bucht), dem begegnet im Museum der Liederpoet und Märchenerzähler Pittkunings (www.pittkunings.com).

 
Kleine Einführung in die Geschichte/ stawizny

 

Mit der Dauerausstellung zum Leben der niedersorbisch/ wendischen Bauern eröffnet sich dem Besucher ein Blick in die Geschichte Brandenburgs. Seit dem 7. Jahrhundert ist die brandenburgische Region durch slawische Stämme besiedelt. Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts bestanden viele Dörfer zwischen dem Spreewald und Cottbus zu fast 100 % aus sorbisch/ wendischer Bevölkerung. Die Sorben/ Wenden prägten damit über Jahrhunderte die Kultur und Lebensweise in dieser Region. Durch starke Strukturwandlungen während und nach dem 2. Weltkrieg verloren sich alte soziale Bindungen und Strukturen der dörflichen Gemeinschaft sowie Sprache und Kultur.

 

Mit der Ausstellung soll auch an Dissner Persönlichkeiten erinnnert werden, so z.B. an den Pfarrer und Philologen Bogumil Šwjela. Ihm ist ein Denkmal gegenüber der Kirche gewidmet. Es ist seiner Entscheidung zu verdanken , dass bei der Renovierung der alten, wunderschönen Dissener Fachwerkkirche 1936/37 auch die wendischen Sprüche an den Emporen erneuert wurden.

 
Ausstellungsräume/ wustajeńcowe rumnosće

 

Erster Ausstellungsraum/ prědna wustajarnja

Neben der Geschichte wird im ersten großen Raum von der schweren Arbeit auf dem Feld und in der Wirtschaft erzählt. Anhand vieler Gerätschaften, vom Pflanzstock bis zur Mausefalle, erfährt der Besucher von der oft einzigen Lebensgrundlage der sorbisch/wendischen Bevölkerung. Noch bis 1950 wurde in den Dörfern der Lausitz selbst Leinewand hergestellt, die ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt war. Davon zeugen im Museum die entsprechenden Gerätschaften zur Flachsbearbeitung, einschließlich einem auseinandernehmbarem Webstuhl, der in den Wintermonaten in jedem Haus stand.

 

Zweiter Ausstellungsraum/ druga wustajarnja

"Erst Arbeit, dann das Vergnügen!" Nach dieser Devise lebten auch die Sorben/Wenden und so erfährt der interessierte Besucher in der zweiten Etage viel über Sitten, Bräuche und Feste der hiesigen Bevölkerung, die teils heute noch in den Dörfern wie vor 100 Jahren gefeiert und begangen werden. Von besonderem Interesse für viele Besucher ist die bäuerliche Kleidung und die dazugehörige Kleiderordnung ,wie sie für bestimmte Arbeiten, Bräuche, kirchliche und dörfliche Feste in jedem Ort festgelegt war. Schon allein die Bindeweise des großen Kopftuches war von Kirchspiel zu Kirchspiel unterschiedlich. Diese, vom Dorf festgelegte Kleiderordnung, wird in über 20 vollständig gezeigten Trachtenvarianten verdeutlicht. 

 

Das Heimatmuseum Dissen ist bisher das einzige Museum, welches vollständige niedersorbische Trachten aus dem vergangenen Jahrhundert zeigt. Außerdem kann der Besucher die Veränderung der Kleiderordnung in den letzten einhundert Jahren gut erkennen. Bis heute werden von Mädchen und Frauen zum Zapust (wendische Fastnacht) und zum Kokot (einem Erntebrauch) mit Stolz die festlichen Tanztrachten getragen.

  

Bäuerliche Küche/ burska kuchnja  

Natürlich vervollständigen die Einblicke in die bäuerlichen Küche das Bild vom Leben der Niedersorben/Wenden. Neben ihrer reinen Funktion als Ort der Zubereitung von Nahrung, ist die Küche im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte immer wieder ein bestimmendes Element der Entwicklung von Wohnformen und Abbild gesellschaftlicher Strukturen gewesen. Sie war der Mittelpunkt des bürgerlichen Hauswesens des 19./20. Jahrhunderts. Der Umgang mit einer Vielzahl verschiedener Materialien, die unterschiedlichster Pflege und Reinigung bedurften, sowie die körperliche Arbeit, die ein Haushalt in Zeiten ohne fließendes Wasser und Elektrizität bedeutete, machten die Haushaltsführung zu einer anspruchsvollen und zeitraubenden Tätigkeit. Wichtigster Ausstattungsgegenstand der Küche war der Ofen.

 

Kochgeschirre wie Töpfe und Pfannen bestanden meist aus Gusseisen. Neben dieser Grundausstattung sollten aber auch Back- und Puddingformen, Schneebesen und Quirle, sowie Nudelbrett, Salzfass, Kannen, Töpfe, Schüsseln und Gläser vorhanden sein. Ein schwarz-rundes Eisen, Plinseisen genannt, ist als eine Küchen-Besonderheit der damaligen Zeit hervorzuheben. Dieses hat man dementsprechend für die Herstellung der berühmten Plinse benutzt.

 

Keller/ piwnica

Das Zentrum des kulturellen Lebens in den Dörfern der Umgebung bildete die Spinnstube, welche im Keller des Museums vorgestellt wird. In ihr trafen sich die Mädchen nicht nur, um den Flachs zu Fäden zu verspinnen, sondern auch um sich Märchen, Sagen und natürlich Dorfklatsch zu erzählen. In der Hauptsache aber wurde gesungen und so lernten die Mädchen in einer Wintersaison zwischen 40 und 60 Lieder. Damit wurden das literarische Volksgut, aber auch viele Sitten und Bräuche, über Jahrhunderte mündlich von einer Generation andie andere weitergegeben.

 

Ebenfalls im Keller befinden sich die Ausstellungsbereiche zu einheimischen Märchen und Sagen. Man erfährt beispielsweise weshalb es in der Lausitz einen Gelddrachen gibt und warum Schlangen im Spreewald Schutztiere sind. Diese, sowie der Raum zu Kinderleben um 1900, sind nicht nur für Kinder interessant.

 
Nachwort/ dosłowo

 

Nur durch den Enthusiasmus der damaligen Vorsitzenden des Fördervereins des Museums, Erika Jahn, konnten 1982 erste Sammlungen entstehen und der erste Raum gestaltet werden. Nach und nach vergrößerte sich der Bestand und mit Hilfe des damaligen Bezirksmuseums Cottbus, wurde die Ausstellung erweitert. In den Jahren 1993, 1997 und 2000 wurde due Präsentationsfläche vergrößert. So stehen den Besuchern acht Zimmer der früheren Dorfschule sowie die Storchenausstellung in der Schulscheune, offen. Wer Lust bekommen hat, den slawischen Teil Brandenburgs kennenzulernen, ist im Heimatmuseum Dissen herzlich willkommen.

Hauptstr. 32
03096 Dissen-Striesow OT Dissen

Telefon (035606) 256
Telefax (035606) 237

E-Mail E-Mail:

Öffnungszeiten:
Ostern bis Oktober:
Di, Mi, Do: 10.00 - 16.00 Uhr
Fr, Sa: 11.00 - 15.00 Uhr
So und an Feiertagen 12.00 - 16.00 Uhr

November bis Ostern:
Di, Mi, Do: 10.00 - 15 Uhr
oder jeder Zeit nach Absprache


Fotoalben



Veranstaltungen

26.09.​2019
11:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
26.09.​2019
14:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
03.10.​2019
11:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
03.10.​2019
14:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
10.10.​2019
11:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
10.10.​2019
14:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
10.10.​2019
15:00 Uhr
Märchen für Erwachsene und anderer Leute Kinder
Märchen aus aller Welt für Erwachsene und anderer Leute Kinder Es war einmal - so fangen ... [mehr]
 
17.10.​2019
11:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
17.10.​2019
14:00 Uhr
Butter selbst herstellen und verkosten
Kinder und Erwachsene sind im Heimatmuseum Dissen eingeladen, Butter selbst herzustellen. Aus frischem Rahm dürfen die Kinder Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot Honig oder selbstgekochter Marmelade aufessen ...
 
17.10.​2019
15:00 Uhr
Märchen für Erwachsene und anderer Leute Kinder
Märchen aus aller Welt für Erwachsene und anderer Leute Kinder Es war einmal - so fangen ... [mehr]
 
01.12.​2019
15:00 Uhr
Weihnachtsausstellung im Heimatmuseum Dissen
Am 1. Advent, dem 01.12.2018 um 15:00 Uhr eröffnet das Heimatmuseum Dissen die diesjährige ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Maler “Unter freiem Himmel”

(12.08.2019)

Künstler aus Cottbus, Luckau, Saspow, Calau, Lübben, Ruben und Peitz folgten der Einladung von Heimatmuseum, Kräutergarten und Schule für Niedersorbischen Sprache und Kultur zum ersten Pleinair in Dissen unter dem Motto “Unter freiem Himmel”. Die Leitung des Künstlertreffs übernahm Gabriele Gittel. Nach einer Begrüßung erklärte sie noch einmal wenige Grundregeln für Perspektive und Proportionen, und dann gingen alle gemeinsam auf Motivsuche. Besichtigt wurden das Museumsdorf "Stary lud", der Kräutergarten, das Museum selbst und natürlich die Dissener Kirche. Alle waren sich einig, Motive zum Skizzieren und Malen gibt es genug.

Aber die Museumschefin hatte noch weitere Überraschungen in petto. So kam der Liederpoet Bernd Pittkunings mit seiner Gitarre, und auch die obersorbische Gesangsgruppe “Přezpolni” ist aufgetreten. Sorbisches Flair, wo man hinsah und hinhörte, also eine gute künstlerische Atmosphäre zum Arbeiten.

Auch gehörte zum Konzept, dass die Künstler ihre Werke vorstellen und dem Museumpublikum zum Kauf anbieten konnten.

Der Vormittag gestaltete sich mit Entwerfen von Skizzen in unterschiedlichen Techniken, in Kohle, Grafit und Blei, einige arbeiteten auch gleich in Aquarelltechnik. Dabei lief der Museumsbetrieb wie nebenbei weiter. Die Besucher kamen hereinspaziert, wurden von den Mitgliedern des Museumsvereins sogar in Tracht begrüßt, durch Kräutergarten und Museum geführt, konnten leckeren selbstgemachten Kuchen probieren, den herrlichen Gesang hören und den Künstlern bei der Arbeit über die Schultern schauen.

Am späten Nachmittag endete das Projekt, und alle waren sich einig, dass dies eine gelungene Sache war und man im nächsten Jahr unbedingt so ein Treffen der Maler an diesem Ort wiederholen sollte. Auch Pläne für eine mögliche Ausstellung der Werke im Dissener Museum für das Jahr 2020 wurden schon ins Auge gefasst. Eine kreative Idee mit nachhaltiger Wirkung ist da entwickelt worden, allen Organisatoren nochmals Dank dafür.

Ute Henschel

Leiterin der Schule für sorbische Sprache und Kultur

Foto zu Meldung: Maler “Unter freiem Himmel”

„Land, Stadt, Land – Blicke auf Berlin und Brandenburg“

(25.07.2019)

Ab Sonntag, dem 8. September, präsentiert der Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) im Heimatmuseum Dissen Bilder aus seiner Kunstsammlung. Die Ausstellung „Land, Stadt, Land – Blicke auf Berlin und Brandenburg“ ist bis zum 24. November zu sehen.

 

Rund 100 Bilder umfasst die Kunstsammlung des rbb, etwa 30 von ihnen wurden ausgewählt und sollen in dieser Exposition gezeigt werden. Gemälde, Grafiken, Aquarelle und Zeichnungen, die vor allem Landschaften aus Brandenburg, aber auch einige Stadtansichten aus Berlin zeigen, werden im sorbischen Heimatmuseum Dissen zu sehen sein. Dies impliziert natürlich auch, dass sorbische Werke, wie z. B. die von Helene Theurich für diese Sonderausstellung ausgewählt wurden.

Die Werke spiegeln in unterschiedlichen Stilen, Techniken und Formaten die Vielfalt der Landschaftsmalerei wider. Der Entstehungszeitraum reicht von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Den Blick auf Brandenburg haben Künstler wie Harald Metzkes, Arno Mohr, Rolf Händler und Susanne Hoppe gestaltet. Berliner Stadtlandschaften stammen unter anderem von Karl Oppermann, Thomas Hartmann und Carla Fioravanti.

Seit 2006 ist es dem ehrenamtlichen Kunstbeauftragten des rbb Dr. Rudolf Großkopf ein Anliegen, diese Sammlung nicht im stillen Kämmerchen verstauben zu lassen, sondern die Werke unterschiedlicher Brandenburger und Berliner Künstler in vielen Ausstellungen zu präsentieren.

 

Eröffnung

rbb-Chef Redakteur Christoph Singelnstein eröffnet die Ausstellung im Heimatmuseum Dissen am Sonntag, dem 8. September, um 15 Uhr. Zur Freude der Besucher spielt die sorbische Swing-Gruppe „Kula Bula“. 

Der Eintritt ist frei.

 

Ferienzeit im Storchen- und Musemsdorf Dissen

(17.06.2019)

In der Ferienzeit lädt das Heimatmuseum Kinder und Erwachsene ein, Butter selbst herzustellen. Ab dem 20. Juni dürfen sie an jedem Donnerstag um 11 und um 14 Uhr aus frischem Rahm Butter schlagen und diese anschließend mit frischem Brot, Honig oder selbstgekochter Marmelade kosten.

Zu zahlen sind 1,50 Euro zuzüglich zum Museumseintritt.

 

Im Museum selbst lädt derzeit die wundervolle Ausstellung „Die Verwandlung der Welt – Auf den Spuren von Wassermann und Mittagsfrau“ ein. Die bis ins kleinste Detail liebevoll gestalteten Figuren und Sagenszenen von Regina Herrmann vermögen es, den Betrachter zu verzaubern. Mystisch anmutende Fotografien von Gerd Rattei ergänzen die Schau.

 

Für abwechslungsreiche Ferien gibt es im Storchen- und Museumsdorf noch viel mehr zu entdecken, zum Beispiel an jedem Dienstag, um 11 und 13 Uhr sowie mittwochs um 13 Uhr bei der geführten Wanderung „Zum Weißstorch durch das Storchendorf Dissen“. Start ist auf dem Spreeauenhof in Döbbricker Str. 1. Zu zahlen sind 3 €/ermäßigt 1,50 €.

Zu einer Zeitreise ins slawische Mittelalter lädt der Siedlungsausschnitt “Stary lud“ ein. Jeweils mittwochs um 11 und 14 Uhr kann man ihn bei einer Führung entdecken. Der Eintritt kostet 4 €/ermäßigt 2 €.

Zum Schauimkern wird am Mittwoch, dem 26. Juni, auf dem Spreeauenhof eingeladen. Eine gute Gelegenheit, einem Imker über die Schulter zu schauen.

[www.spreeaue.eu]

Foto zu Meldung: Ferienzeit im Storchen- und Musemsdorf Dissen

Internationaler Museumstag: Einweihung des Projektes „Zeitstrahl“

(27.04.2018)

Wussten Sie, dass um 1200 die ersten Dörfer in der Lausitz gegründet wurden, während in Südamerika das Inka-Reich errichtet und in Europa die Schubkarre erfunden wurde? Solche und viele andere Daten aus der Geschichte hält der „Zeitstrahl“ bereit, der am Sonntag, dem 13. Mai, um 13 Uhr, in Dissen eingeweiht wird.

 

Eine Brücke zwischen der jüngeren wendischen Geschichte zurück in die Vergangenheit soll der „Zeitstrahl“ schlagen, der zugleich den Weg vom Heimatmuseum Dissen zum slawischen Siedlungsausschnitt „Stary lud“ verkürzt. Ein Jahr hat die Arbeitsgruppe aus der Fülle der historischen Daten Wissenswertes zusammengestellt, manches wieder verworfen und neues gesucht. Herausgekommen ist eine spannende Entdeckungsreise von der Völkerwanderung bis ins 21. Jahrhundert. Auf über 50 Metern erzählt der „Zeitstrahl“ in drei Sprachen (Deutsch, Niedersorbisch, Englisch) Interessantes aus der Weltgeschichte, aber auch aus dem dörflichen Leben von Dissen. Manchmal sind es harte Fakten, manchmal mit einem Augenzwinkern. Ein kleines „Irrlicht“ nimmt Kinder mit auf die Reise. Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule aus Cottbus haben den kleinen Begleiter gemeinsam mit Maxie Heiner, die für die grafische Gestaltung des Zeitstrahls verantwortlich war, entworfen und ihre Ideen mit eingebracht. Das Projekt "Zeitstrahl" entstand mit finanzieller Unterstützung der Plattform kulturelle Bildung Brandenburg, der LEAG und des Domowina Regionalverbandes Niederlausitz.

Eingeweiht wird der „Zeitstrahl“ anlässlich des Internationalen Museumstages am Sonntag, dem 13. Mai – zeitgleich mit der Saisoneröffnung im slawischen Siedlungsausschnitt „Stary lud“. Von 13 bis 17 Uhr wird kleinen und großen Gästen eine besondere Führung vom 21. Jahrhundert bis in das Mittelalter geboten. Als Zugabe darf man sich auf historisches "Fingerfood" freuen.

Bratapfelzeit

(23.10.2017)

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen, aber drinnen riecht es köstlich.

Es ist Bratapfelzeit. Bratäpfel selbst füllen oder süßen Brei kochen und natürlich anschließend probieren.

In der Zwischenzeit können die Kinder basteln (Irrlicht, Schneemann, Engel und Co) oder einfach nur dem Märchenerzähler zuhören.

 

Anmeldung erforderlich!!!